Namensverzeichnis

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Nachnamen mit D

Dahlkötter

Bekannte Namensträger: Das Haus Dahlkötter in Bünde
Verbreitung: Bielefeld  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dangberg

Bedeutung / Herkunft: Wird bereits im Ravensberger Urbar von 1556 genannt.
H. F. Dangberg aus Minden gründete 1960 Minden in Nevada, siehe www.townofminden.com.
Bekannte Namensträger: Friedrich Wilhelm Dankberg und Gustav Dankberg, Bildhauer aus Halle
Verbreitung: Kreis Gütersloh  Zur Namensverteilung bei Geogen

Davidhaimann

Verbreitung: Kreis Paderborn  Zur Namensverteilung bei Geogen

Delbrügge

Bedeutung / Herkunft: Im 16.Jahrhundert war das Paderborner Land prostestantisch (lutherisch) geworden. Im Rahmen der Gegenreformation und Rekatholarisierung im 17.Jahrhundert wurde dieses Gebiet wieder katholisch. Personen, die lutherisch bleiben wollten, mussten auswandern. So zog es viele Leute ins Ravensberger Land. Zu dieser Zeit hatten die Menschen nur Vornamen, denen der Ort ihrer Herkunft oder die Lage ihres Hauses angehängt wurde. So erhielten Leute aus Delbrück den Namen Delbrügge. Schreibweisen waren u.a. Delbrügge, Dellbrügge, Dehlbrügge oder Delbrügger.
Verbreitung: Bielefeld, kreis Gütersloh, auch im Osnabrücker Land  Zur Namensverteilung bei Geogen

Deppendorf

Bedeutung / Herkunft: Ortsname nach Deppendorf bei Bielefeld. Der Name hat nichts mit "Deppen" zu tun, sondern ist die Ableitung einer alten sächsischen Bezeichnung für "Die Siedlung des Dietmar".
Bekannte Namensträger: Ulrich Deppendorf, Journalist und Moderator
Verbreitung: Vor allem Kreis Herford, auch Bielefeld und Kreise Minden-Lübbecke und Lippe  Zur Namensverteilung bei Geogen

Deppenmeier

Verbreitung: Vor allem Kreis Lippe, auch Bielefeld  Zur Namensverteilung bei Geogen

Derenthal

Verbreitung: Kreis Höxter  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dickewied

Verbreitung: Kreis Paderborn, Höxter und Lippe  Zur Namensverteilung bei Geogen

Diekhans

Bedeutung / Herkunft: „Diek“ ist eigentlich das niederdeutsche Wort für Deich, im Ravensberger Land steht es für Teich. Diekhans bezeichnete also einen Johannes, der am Teich siedelte.
Verbreitung: Vor allem im Kreis Gütersloh, auch in Bielefeld und im Kreis Paderborn  Zur Namensverteilung bei Geogen

Diekmann

Bedeutung / Herkunft: „Diek“ ist eigentlich das niederdeutsche Wort für Deich, im Ravensberger Land steht es für Teich. Dieckmann war also jemand, der in der Nähe eines Teiches wohnte (Wohnstättenname) und/oder für jemand, der einen Teich bewirtschaftete (Berufsname).
Bekannte Namensträger: Michael Diekmann, Unternehmer aus Bielefeld, und Walter Diekmann, Politiker aus Bünde
Verbreitung: In ganz Nordwest-Deutschland, besonders häufig aber in OWL, dort wiederum in Bielefeld, Herford, Lippe und Minden-Lübbecke  Zur Namensverteilung bei Geogen

Diekmannshemke

Bedeutung / Herkunft: „Diek“ ist eigentlich das niederdeutsche Wort für Deich, im Ravensberger Land steht es für Teich. Teichmann könnte also jemand genannt worden sein, der an einem Teich wohnte.
"Hemke" ist eine Kurz- und Verkleinerungsform von Heinrich (könnte aber auch auf den altwestfäl. Vornamen Hemuko zurückgehen).
Eine wörtliche Übersetzung könnte also lauten: "Teichmanns kleiner Heinrich".
Verbreitung: Kreis Gütersloh, auch Bielefeld  Zur Namensverteilung bei Geogen

Diekmannshenke

Bedeutung / Herkunft: „Diek“ ist eigentlich das niederdeutsche Wort für Deich, im Ravensberger Land steht es für Teich.
Verbreitung: Kreis Gütersloh  Zur Namensverteilung bei Geogen

Diekotto

Verbreitung: Kreise Gütersloh und Paderborn  Zur Namensverteilung bei Geogen

Diekötter

Bedeutung / Herkunft: Kötter waren Dorfbewohner, die einen Kotten bzw. eine Kate besaßen. Die Höfe der Kötter waren meist am Dorfrand angesiedelt oder von alten Höfen abgeteilt. Da der Ertrag häufig nicht für den Lebensunterhalt ausreichte, verrichteten sie meist zusätzlich handwerkliche Arbeiten oder arbeiteten im Tagesdienst auf Bauern- und Herrenhöfen.
Für den Namen Diekötter gibt zwei Deutungen. Die erste, die wahrscheinliche, da der Name früher mit Doppel-K geschrieben wurde: Diek-Kötter = der Kötter am Teich bzw. der Kötter, der einen Teich bewirtschaftet. Die zweite: eine Abwandlung von Nie-Kötter = der neue Kötter.
siehe auch www.stroth-otte.de/Diekoetter
Verbreitung:   Zur Namensverteilung bei Geogen

Diestelhorst

Verbreitung: Kreis Herford und angrenzend  Zur Namensverteilung bei Geogen

Diestelmeier

Bedeutung / Herkunft: Ein Meier (aus lateinisch maior = größer, höher) betrieb für seinen Grundherrn einen Bauernhof, den Fronhof. Er beaufsichtigte die Hörigen und zog von ihnen die Abgaben für den Grundherrn ein. Als Statthalter des Grundherrn genoss er Vergünstigungen, musste dafür aber auch Verwaltungsdienste leisten und die Hand- und Spanndienste der anderen Bauern organisieren. Mit der Zeit wurde der Name Meier dann aber auch allgemein auf Besitzer größerer Höfe bezogen, die nicht Statthalter waren.
Bekannte Namensträger: Heinrich Diestelmeier, Pastor und Friedensaktivist aus Lemgo, Jan Distelmeyer, Filmwissenschaftler aus Bielefeld, und dessen Bruder Jochen Distelmeyer, Musiker (Blumfeld)
Verbreitung: Kreise Lippe und Herford, in der Variante   Zur Namensverteilung bei Geogen

Dingenotto

Verbreitung: Vor allem Kreis Gütersloh, auch Bielefeld und Kreis Lippe  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dirkmorfeld

Verbreitung: Kreis Paderborn, auch Kreise Höxter und Gütersloh  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dirkschnieder

Verbreitung: Kreise Paderborn und Gütersloh  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dohrenkamp

Bedeutung / Herkunft: Kamp bezeichnet ein abgemessenes Stück Land. Es stammt wahrscheinlich vom lateinischen campus für „Fläche“, „Feld“, „Flur“. Ein Kamp war oft durch Hecken oder Erdwälle eingefriedet und wurde im mehrjährigen Wechsel als Weide oder Acker genutzt. Oft hatte der Kamp nur einen Besitzer, dann war es üblich, ihn nach seinem Besitzer zu benennen. Der Kamp war zehntfrei.
Bekannte Namensträger: Hans-Jürgen Dohrenkamp, besser bekannt als Jürgen von der Lippe, gebürtig aus Bad Salzuflen
Verbreitung: Bielefeld, Kreise Gütersloh und Paderborn  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dopheide

Bedeutung / Herkunft: Dophei ist der niederländische Begriff für Heidekräuter. Es gibt aber auch die Auffassung, der Name stamme aus dem Französischen "D'Oppede".
Bekannte Namensträger: Angelika Dopheide, Politikerin aus Bielefeld
Verbreitung: Ganz OWL, vor allem Bielefeld, Kreise Gütersloh und Herford  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dreckshage

Bedeutung / Herkunft: Das mittelniederdeutsche Wort „drek“ bedeutete zwar auch „Dreck, Schmutz, Unrat“, aber auch ohne negative Bedeutung „Schlamm, Morast“. Der Name verweist also auf eine Siedlungsstelle , die an ein Sumpfland oder ein Moor grenzte.
Verbreitung: Bielefeld und nördlich davon  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dreesbeimdieke

Bedeutung / Herkunft: "Drees" ist eine verkürzte Form von Andreas. „Diek“ ist eigentlich das niederdeutsche Wort für Deich, im Ravensberger Land steht es für Teich. Die wörtliche Übersetzung lautet also "Andreas bei dem Teiche".
Bekannte Namensträger: Brennerei Dreesbeimdieke
Verbreitung: Bielefeld, Kreis Gütersloh  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dreischalück

Verbreitung: Kreis Gütersloh  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dreismickenbecker

Bedeutung / Herkunft: "Dreis" ist eine Kurzform von Andreas.
Zwei Deutungsmöglichkeiten:
1. "der am Mückenbach Wohnende": Micken = Mücken, Beck = Bach
2. "der Frohnbot Backende": Micke war eine Art Brot, das z.B. auf einem Gut zur Verköstigung der Fronarbeiter oder auch in einem Spital als Almosenbrot ausgegeben wurde.
Da sich die Mehrzahl der alten ostwestfälischen Hofnamen von Flurbezeichnungen und nicht von Berufen ableitet und weil "beck" im Norddeutschen eher für "Bach" und nur im Süddeutschen eher für "Bäcker" steht, ist 1. wahrscheinlicher.
Verbreitung: Kreise Gütersloh und Lippe, auch häufig angrenzend im Kreis Warendorf  Zur Namensverteilung bei Geogen

Drenkelfuß

Verbreitung: Kreis Höxter  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dresing

Bedeutung / Herkunft: "Dres" ist eine Kurzform von Andreas. "ing" weist auf ein Patronym hin und bedeutet "Nachkomme, Sohn des Dres/Andreas".
Verbreitung: Kreis Minden-Lübbecke  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dresselhaus

Bekannte Namensträger: Joseph Dresselhaus, Handelsunternehmen aus Herford
Verbreitung: Kreis Gütersloh und angrenzende Kreise  Zur Namensverteilung bei Geogen

Drexhage

Verbreitung: Vor allem Kreis Lippe  Zur Namensverteilung bei Geogen

Driller

Bedeutung / Herkunft: Bedeutung? "drillen" ist mhd. für "drehen" - hoffentlich geht der Name nicht auf den mittelalterlichen Driller zurück ...
Bekannte Namensträger: Martin Driller, Fußballer aus Paderborn
Verbreitung: Paderborn  Zur Namensverteilung bei Geogen

Drinkuth

Bedeutung / Herkunft: Evtl. von "drink ut" = "trink aus", könnte damit ein Übername für einen trinkfesten Zeitgenossen gewesen sein.
Verbreitung: Kreis Minden-Lübbecke, aber auch stark im benachbarten Landkreis Schaumburg  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dustmann

Bedeutung / Herkunft: Der Name Dustman(n) leitet sich keineswegs von der englischen Bezeichnung für einen Müllarbeiter her, sondern ist ein Wohnstättenname, der in Ostwestfalen erstmals in dem Erbteilungsdokument der Familie von Ledebur aus dem Jahre 1468 auftaucht. Er bezieht sich auf die Bewohner eines Kottens im Bünder Ortsteil Ennigloh-Blanken. 1488 taucht der Name in einem weiteren Dokument des Familienarchivs Ledebur für einen Hof in Westerenger auf, den es noch heute gibt.

In beiden Fällen leitet sich der Name von der Lage der Wohnstätte ab: in Ennigloh lag der Hof am Dustholz, in Westerenger auf einem Dustkamp bzw. neben einem Gehölz, das den Namen "Im Dustwinkel" trug. Im 16. und 17. Jahrhundert findet man auch die Namensvariante "Zum Duste" an beiden Standorten. Dustholz war im Mittelniederdeutschen die Bezeichnung für minderwertiges Holz (Brennholz).

(mit Dank an Friedrich-Wilhelm Dustmann für die Erläuterung)

Bekannte Namensträger: Hans Dustmann, Arcitekt aus Herford-Diebrock
Verbreitung: vor allem Kreise Herford und Minden-Lübbecke  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dümpe

Bekannte Namensträger: Jutta Dümpe-Krüger, Politikerin aus Dörentrup
Verbreitung: Kreis Lippe  Zur Namensverteilung bei Geogen

Dünkeloh

Verbreitung: Bielefeld und angrenzende Kreise  Zur Namensverteilung bei Geogen

Düpjohann

Verbreitung: Kreis Gütersloh, auch Bielefeld und östliches Münsterland  Zur Namensverteilung bei Geogen

Düsediekerbäumer

Bedeutung / Herkunft: Namen auf "-bäumer" sind typisch für die Gegend um Herford. Zu jedem Stadtteil gehörte dort ab dem 13. Jahrhundert eine jenseits der Stadtmauer gelegene Feldmark. Alle Feldmarken umgab eine schützende Landwehr. Die Durchgänge der Landwehr wurden von Bauernhöfen aus überwacht, dort wurde auch das Wegegeld erhoben. Die Besitzer dieser sogenannte Bäumerhöfe (von "Schlagbaum") wurden "Bäumer" genannt. Der Düsediekerbäumer konnte den Wegzoll für die Straße von und nach Bünde einnehmen.
Verbreitung: Kreis Herford  Zur Namensverteilung bei Geogen

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